Das richtige Buch zum passenden Zeitpunkt

“ Die Kritik am antirussischen Eskalationskurs hat nunmehr auch den Buchmarkt erreicht. Bröckers und Schreyer haben das richtige Buch zum passenden Zeitpunkt verfasst. “ meint der Freitag:

„»Wir sind die Guten«: Die Guten, um auf den Titel zurückzukommen, sind letztlich wohl eher diejenigen, die sich dieser Politik widersetzen. Die, die auf Alternativen insistieren, diejenigen, die ein friedliches, auf Ausgleich und Verständigung ausgerichtetes Europa möchten. »Wandel durch Annäherung« – nicht umsonst wird der Architekt der sozialliberalen Ostpolitik, Egon Bahr, abschließend als positiver, politisch vorbildhafter Portagonist hervorgehoben. Eine mögliche Perspektive? Vielleicht. Jedenfalls besser als die, welche derzeit als allen Kanälen als die einzige, die »gute« hingestellt wird.“

1 Kommentar

  1. Dieses Buch macht mich einerseits glücklich, weil Analyse und Reflexion Fakten von heute und aus der Vergangenheit berücksichtigen, so dass meine individuellen Verdächtigungen einen tragfähigen Boden bekommen. Magenschmerzen bekomme ich, wenn ich zulasse zu denken, dass die Entscheider von heute (nur im Westen?) weder nachdenken noch Bezüge herstellen und rote Fäden herausarbeiten, sondern lieber sich darin üben eigene Realitäten zu konstruieren. wenn das wirkt, bestätigt das die (individuelle) Macht. Und immer ganz schnell Dummheiten in die Welt posaunen. Das gilt für Journalisten wohl ebenso wie für diejenigen, die politische Verantwortung tragen – z.B. für Frieden und Verständigung, nicht nur für die vollen Taschen der Wirtschaft.
    Schade finde ich, dass die beiden Autoren auch der Faszination erlegen sind, die das Bewusstsein „Wir sind die Guten“ hergibt. Wir wollen verstehen und brauchen als Lesende dabei Unterstützung – wir wollen auch die anderen Journalisten verstehen, so wie Putin oder auch Obama.
    Dankbar bin ich für dieses Buch, das Verstehen von Zusammenhängen ermöglicht und dadurch dem unsäglichen Geschehen Sinn gibt. Putins Interview anlässlich DDay hatte mir schon Augen und Ohren geöffnet – aber keine Ideen, was wir alle – ich – tun könnten. Nachdenken reicht noch nicht, verstehen vermutlich auch nicht. Die anderen handeln.

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